Wenn Menschen ihren Hund genauer beobachten und besser verstehen lernen, können sie zunehmend selbst Veränderungen anstoßen. Wie oft ist uns gar nicht bewusst, welche Signale wir aussenden und wie diese auf unsere Hunde wirken. So haben manchmal schon kleine Veränderungen – etwa in der eigenen Bewegung oder Körpersprache – eine große Wirkung.
Gerade zu Hause, in den eigenen vier Wänden, liegt viel Potenzial. Denn dort gestalten wir die Beziehungen zu unseren Hunden – Tag für Tag, durch unsere Rituale, unser Verhalten, unsere Entscheidungen und unsere Emotionen – um nur einige unserer Gestaltungsvariablen zu nennen.
Diese vielfältigen Möglichkeiten können wir auch nutzen, um unsere Hunde zu unterstützen, beispielsweise bei der Nasenarbeit. Gleichzeitig können wir beobachten, wie sie arbeiten, was sie leisten und was sie von uns brauchen. Zu einem besseren Verständnis gehört auch, zu erkennen, wann unsere Hunde müde werden.
Nicht selten fragen sich Menschen, ob es wirklich sein kann, dass ihr Hund nach kurzen Suchaufgaben so müde ist, dass er ruhig und ausgeglichen zur Ruhe kommt – obwohl er scheinbar so wenig „getan“ hat.
Nasenarbeit macht müde – sie ist echte Arbeit für den Hund. Gleichzeitig ist sie etwas, das Hunde sehr gern tun – eher eine „Berufung“ als ein „Job“. In meiner Arbeit zeigt sich immer wieder, wie nachhaltig sie auf verschiedenen Ebenen wirkt – für Entspannung, Selbstsicherheit und eine starke Mensch-Hund-Beziehung.